Darwin – das Tor nach Asien

Die 120.000 Einwohnerstadt ist die größte und nördlichste Stadt sowie Hauptstadt des Bundesstaats Nothern Territory in Australien. 1869 gegründet musste Darwin seitdem 3 Mal von Grund auf neu erbaut werden, da sie inmitten der Gefahrenzone von Zyklonen liegt.
Aufgrund ihrer relaxt- lebendigen und sogleich entspannten Atmosphäre ist Darwin durch vermehrte Einwanderungen multikulturell geprägt und umfasst ca. 75 verschiedene Nationalitäten. Die Ureinwohner der Aborigines machen einen Anteil von ca. 25 % aus.

Ein kurzer Blick in die Geschichte

09. September 1839- John Clements Wickham und John Lort Strokes vermessen die australischen Gewässer und ankern an dem von ihnen benannten „Port Darwin“. Der Name entstand im Übrigen in Anlehnung an den jungen Charles Darwin, welcher 5 Jahre Bordmitglied war.
30 Jahre später, 1869, gründeten 135 Siedler an dieser Stelle „Palmerston“, welches 1911 wieder in „Darwin“ umbenannt wurde.
Den ersten kriegerischen Konflikt brachte der 2. Weltkrieg mit sich. Aus Angst vor einer japanischen Invasion wurden 2.000 Einwohner evakuiert und 32.000 alliierte Soldaten stationiert. Der 19. Februar 1942 ging mit der fast vollständigen Zerstörung der Gegend rund um den Hafen in die Geschichtsbücher ein. 243 Zivilisten sowie Soldaten verloren durch die 242 japanischen Flugzeuge ihr Leben.
1974 wurde Darwin vom Zyklon Tracy getroffen, wegen welchem 30.000 Einwohner evakuiert werden mussten und mehr als 70 % der Stadt zerstört wurden. Bei dem Wiederaufbau wurden widerstandsfähigere Materialien verwendet, um eine erneute Zerstörung zu verhindern.

Kultur, Gesellschaft und Tourismus

Aufgrund ihrer nördlichen Lage und der guten Flugverbindungen nach Ozeanien sowie in den asiatischen Raum, gilt Darwin als das „Tor nach Asien“, so bieten sich die Billigflüge Darwin an. Die Stadt bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten, welche nicht zuletzt durch die kulturelle Mischgesellschaft entstand. Ob Museen, botanische Gärten oder das WW2 Oil Storage Tunnelsystem, welches im 2. Weltkrieg als Schutzmaßnahme entstand.
Durch ihre englische Kolonialgeschichte ist auch heute noch die Amtssprache Englisch. Allerdings ist das Land bereits vor langer Zeit erfolgreich in die Unabhängigkeit und somit in eine parlamentarische Monarchie übergegangen, dessen Repräsentantin die Queen Elisabeth 2. ist.
Weltweiten Bekanntheitsgrad erhielt Darwin auch unter Anderem durch eine Reihe skurriler Feste. So wird jährlich am 1. Juli der „Territory Day“ gefeiert, zu dessen Anlass sogar vom eigentlichen Feuerwerksverbot abgesehen wird. Zur „Beer Can Regatta“ in den ersten Julitagen wird sich nur auf Bierdosen fortbewegt und in der Zeit des „Barefoot Mud Crab Tying“ Ende Julis wird nach dem Held des Tags gesucht, welcher sich im Schlammkrabben-Scheren-zusammen-binden beweisen muss.
Somit ist Darwin nicht ohne Grund eine Stadt, welche Touristen magisch anzieht. Die Hauptsaison ist in der Trockenzeit vom April bis Dezember, wo Knapp 1,4 Millionen Urlauber mit über 1,5 Milliarden australische Dollar die städtischen Kassen füllen. Der Tourismus ist eine der Haupteinnahmequelle Darwins, welcher über 8.300 direkte Arbeiter beschäftigt.
Die gute Infrastruktur, der ständige Ausbau an touristischen Aktivitäten sowie geschichtliche Einflüsse machen die Stadt im Norden des Landes zu einem unverzichtbaren Reiseziel- egal ob Alt oder Jung, egal ob zu Fuß oder mit Auto.

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